Haarausfall bei Männern
Haarausfall bedeutet für die Betroffenen immer eine erhebliche psychische Belastung. Allerdings muss man auch vorsichtig sein, wenn man diesen Begriff benutzt. Etwa 90 % der Haare sind laufend anwachsen, der Rest befindet sich in einer Ruhephase oder gerade in der Ausfallphase. Es ist also völlig normal, dass jeden Tag eine gewisse Anzahl an Haaren ausfällt. diese Haare wachsen nach einiger Zeit wieder von selbst nach. Erst wenn auf längere Zeit deutlich mehr Haare ausfallen, als auf diesem Weg wieder nachwachsen, kann man von Haarausfall sprechen.
Haarausfall bei Männern unterscheidet sich deutlich von dem gleichen Problem bei Frauen. Die weitaus häufigste Form des Haarausfalls bei Männern ist der anlagebedingte Haarausfall. Die Ursache liegt hier in der Veranlagung, die sowohl von seiten des Vaters wie auch der Mutter vererbt worden sein kann. Es ist durchaus möglich, durch Betrachten der Verwandten eine Abschätzung der eigenen Haarsituation vornehmen zu können.
Bei Männern erscheint die Glatze grundsätzlich in zwei unterschiedlichen Arten – zum einen in der Ausbildung in der Haarkrone, zum anderen im Rückzug der Haarlinie, besser als Geheimratsecken bekannt. Es ist eine sehr häufige Erscheinung, fast die Hälfte aller Männer erlebt bis zum Lebensalter von 50 Jahren eine Phase von Haarausfall.
Es gibt eine Vielzahl von Produkten, die dem Kunden eine rasche Verbesserung seines Haarwuchses Versprechen. Leider ist der Haarausfall in der Praxis nicht so einfach zu behandeln, und oft zeigt sich erst nach vielen Monaten, ob eine Behandlung anspricht.
Bei Männern wird in Deutschland am häufigsten der Wirkstoff Finasterid zur Anwendung gebracht, der unter anderem mit dem Handelsnamen Propecia vertrieben wird.
An zweiter Stelle dürfte die äußerliche Anwendung von Produkten mit dem Wirkstoff Minoxidil stehen.
Beiden Produkten ist gemeinsam, dass sie das Problem nicht grundsätzlich beseitigen, sondern nur für die Zeit ihrer Anwendung den Haarausfall stoppen. Setzt man die Präparate ab, besteht ein hohes Risiko, dass der Haarverlust wieder ungebremst weiterläuft.
Derzeit gibt es als dauerhafte Lösung Möglichkeit einer Haartransplantation, die aber eine gewisse Menge an Haaren im hinteren Bereich des Kopfes voraussetzt. diese werden in die kahlen Stellen auf der Vorderseite umgepflanzt, und können dort ohne Störungen weiter wachsen. Allerdings ist eine Haartransplantation auch eine kostenintensive Angelegenheit, vor allem dann, wenn man eine der neueren Methoden wie die FUE nutzen möchte.
Autor: sensitiv
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