Schiffsbeteiligungen

2010/04/15 | Autor: sthomacher | Veröffentlicht in Finanzen & Wirtschaft

Die Seeschifffahrt hat eine lange Tradition, der Seehandel auch. Schon aus dem 12. Jahrhundert gab es Zusammenschlüsse von Kaufleuten der Hanse, die zusammen ein Handelsschiff kauften oder die Ladung für ein Handelsschiff. Dies taten während der Entwicklung der Hanse sehr viele Kaufleute. Geboren wurden damit die ersten Schifffonds. Allerdings waren diese Schiffsbeteiligungen mit sehr vielen Risiken verbunden, denn wenn während der Handelsreise etwas passierte, dann hatten die Kaufleute, die nicht selten ihr ganzes Vermögen in diese Schiffe bzw. die Schiffsladung steckten den Verlust zu tragen. Doch die Aussicht auf hohe Gewinne lockte immer wieder viele Kaufleute in diese hohen Risiken. Viele Kaufleute brachte dies allerdings auch in den Schuldenturm und die Familie der Kaufleute ins Armenhaus. Ein Risiko dieser Schiffsbeteiligungen war vor allem, dass ein Schiff auf seinem Weg durch die Meere sinken konnte oder durch Piraten überfallen wurde, wodurch die Ladung häufig verloren war.

Schiffsfonds machten viele Familien aber auch reich. Besonders die Geschichte Norditaliens wurde auch von dieser Form von Geldanlage beeinflusst, denn hier begann der Aufstieg der Bankhäuser, die als erste Schiffsbeteiligungen ausgaben. Später taten dies auch Bankhäuser in Hamburg. Heute gehören die Schiffsbeteiligungen zwar immer noch zum Risikokapital, doch durch geschickte Streuung kann das Risiko des einzelnen Anbieters gemindert werden.

Kommentare deaktiviert

Autor: sthomacher

Dieser Autor hat bisher 536 Artikel veröffentlicht. Bald erhalten Sie weitere Informationen zu diesem Autor.

Kommentieren nicht möglich.