Dispokredite

2010/04/14 | Autor: sthomacher | Veröffentlicht in Finanzen & Wirtschaft

Bei einem Dispokredit – einem Dispositionskredit – handelt es sich um eine Form von Kredit auf das Girokonto, das von den Banken seit dem Jahr 1968 vergeben wird. Der Dispokredit stellt für viele Verbraucher eine vom Betrag her zwar begrenzte Überziehungsmöglichkeit vor, damit sie genügend Reserven haben auch für Ausgaben, die ihr Budget an sich übersteigen. Wenn der Verbraucher kein Dispo eingeräumt bekommen hat von seiner Bank bzw. nicht beantragt, dann muss der Bankkunde mit dem Guthaben auskommen, das er ansonsten zur Verfügung hat. Denn ohne diese besondere Vereinbarung dürfen Verfügung nur im Rahmen des Kontoguthaben durchgeführt werden. Dies ist im Überweisungsrecht geregelt. Die Höchstgrenzen des Dispos unterliegen der Vereinbarung zwischen Bankkunde und Banken.

Diese Grenze liegt meist bei zwei bis drei Monatsgehältern. Einen Dispokredit kann der Bankkunde jederzeit wieder kündigen bzw. von sich aus zurückziehen. Die Nutzung von einem Dispokredit ist natürlich auch mit der Zahlung von Sollzinsen verbunden. Man spricht hier von den sogenannten Dispozinsen. Diese Zinsen orientieren sich natürlich an den aktuellen Marktzinsen. Die Zinsen werden allerdings nicht für den gesamten Betrag fällig, den die Bank dem Bankkunden an Dispo gewährt, sondern nur für den Teil, den der Bankkunde wirklich in Anspruch nimmt. Diese Marktzinsen sind mal mehr oder weniger hoch.

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