Rootserver
Möchte man eine eigene Homepage veröffentlichen, reicht in der Regel ein entsprechend großer, sogenannter Webspace. Dieser ist in der Regel einige Megabyte groß und reicht in den meisten Fällen völlig für das Publizieren einer Webseite aus. Der Nutzer lädt die Daten der Webseite per FTP hoch und hat weiter nichts mit der Administration des Webspaces zu tun. Meist liegen mehrere hundert solcher Webspaces auf einem Server, so dass die Performance durchaus darunter leiden kann.
Nutzern denen ein einfacher Webspace nicht ausreicht, weil sie vielleicht Dienste benötigen, die über einen Webserver-Dienst hinausgehen, sollten auf einen sogenannten Rootserver zurückgreifen.
Ein Rootserver bietet, im Gegensatz zum einfachen Webspace, volle administrative Kontrolle. Das heißt der Nutzer kann Dienste ganz nach Bedarf starten, zusätzliche Nutzer hinzufügen. Kurz gesagt, er kann den Server für ganz unterschiedliche Dinge einsetzen. Dem Nutzer steht es sogar frei, zusätzliche Software nachzuladen und zu installieren, sofern er dies für nötig hält. So kann man einen Root Server durchaus als Webserver nutzen, aber auch als Shoutcast-Server zum Streamen von Audiodaten einsetzen. Der Nutzer ist hier völlig frei in der Wahl des Einsatzes.
Zu unterscheiden ist jedoch zwischen einem virtuellem und einem dediziertem Server. Bei einem virtuellem Server befinden sich mehrere virtuelle Server auf einer Hardware. Dies kann dementsprechend durchaus zu Performance-Einbußen führen. Bei einem dediziertem Server steht dem Server Betriebssystem exklusiv die komplette Hardware des Servers zur Verfügung! Einbußen oder Engpässe in der Performance sind somit weit weniger wahrscheinlich. Volle Administrationsrechte bieten allerdings sowohl der virtuelle, als auch der dedizierte Server.
Als Server-Betriebssystem kommt häufig Linux zum Einsatz. Sehr häufig ist dies eine Debian Distribution. Suse Linux wird allerdings auch oft verwendet. In vielen Fällen kann der Kunde auch festlegen, welche Linux Distribution er gerne verwenden möchte. Allerdings hat Linux den Nachteil, dass es gerade im Einsatz auf einem Server sehr hohe Anforderungen an das Können des Nutzers stellt. Besonders die Administration per Shell stellt viele vor ein unüberwindbares Hindernis. Jedoch können Linux-Server besonders kostengünstig Angeboten werden, da es sich bei Linux um kostenlose Open Source Software handelt. Der Provider muss also keine Lizenzkosten auf den Kunden umlegen.
Anders sieht dies bei Windows Servern aus. Hier fallen zum Teil erhebliche Lizenzkosten an. Diese muss der Provider auf den Kunden umlegen, so dass ein Windows Server vergleichsweise teuer ist. Allerdings bietet gerade ein Windows Server für viele eine gewohnte Oberfläche, so dass die Administration leichter fallen kann.
Bei der Nutzung eines Rootservers sollte allerdings jedem klar sein, dass Fehleinstellung durchaus zu einem Sicherheitsrisiko werden können. Als Laie sollte man also lieber nicht auf einen solchen Server zurückgreifen und so etwas lieber den Profis überlassen.
rootserver
Autor: Bananajoe
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