Alter Elbtunnel Hamburg

2012/02/10 | Autor: Benjamin20 | Veröffentlicht in Bau & Immobilien, Kunst & Kultur

Unterirdisch von einem Elbufer zum anderen

Seit über 30 Jahren fährt der Besucher und der Einheimische in Hamburg mehr oder weniger gerne durch den Elbtunnel, doch neben dieser Röhre unter der Elbe gibt es auch noch den alten Elbtunnel und der ist eine Besonderheit, die von den Architekten Hamburg und Bauingenieuren geschaffen wurde. Ende des 19. Jahrhunderts als die Stadt Hamburg mehr und mehr wuchs, als im Hamburger Hafen mehr als 20.000 Menschen beschäftigt waren, musste eine Möglichkeit geschaffen werden, um die Elbe schnell und reibungslos zu jeder Tages- und Nachtzeit zu überqueren. Eine Brücke kam nicht infrage sie hätte die Schifffahrt beeinträchtigt. Da es in anderen Ländern schon Beispiele dafür gab einen Fluss zu unterwandern entschied man sich auch in Hamburg für einen Tunnel unter der Elbe. Jetzt galt es, den passenden Architekten zu finden.

Zuerst kam die Planung

Wie immer kam es natürlich zu einer Planung. Was sollte geschaffen werden, wie sollte es aussehen, wer sollte durchfahren können oder durchgehen können und noch einige Fragen mehr mussten geklärt werden. Irgendwann entschied man sich für zwei Fußwege, in jede Richtung einen und für eine Fahrbahn, die so breit sein musste, dass ein Pferdefuhrwerk sie anstandslos passieren konnte. Die Planungsphase lief bis 1904, in diesem Jahr entschied man sich dann auch für zwei Fahrbahnröhren.

Planung, Bauphase und Eröffnung

Im Jahr 1907 konnte dann endlich mit dem Bau des Hamburger Elbtunnel, unter der Leitung des Architekten Otto Stockhausen, begonnen werden. In 24 Meter Sohlentiefe begann man mit dem Aushub der Tunnelröhren unter Verwendung von Druckluft, um einen Wassereinbruch zu vermeiden. Dem Architekten gelang mit dem Bau in Hamburg eine wahre Meisterleistung, eine Besonderheit des Tunnels ist, dass er keine Zufahrt besitzt. Wer also damals den Tunnel benutzen wollte, musste oben in einen Aufzug fahren bzw. gehen, dieser Aufzug beförderte die Fahrgäste auf die Ebene der Fahrbahn, man passierte diese und auf der anderen Seite kam man auf die gleiche Weise wieder ans Tageslicht. Die Freigabe für die Fußgänger fand im September 1911 statt und die Einweihung und Freigabe für Fuhrwerke im November des gleichen Jahres.

Architekten Hamburg

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